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Lessing, Gotthold Ephraim (1729-1781)

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V. Zeugnisse
a) Friedrich Schiller: Brief an Goethe. 4. Juni 1799
Ich lese jetzt, in den Stunden, wo wir sonst zusammenkamen, Lessings Dramaturgie, die in der Tat eine sehr geistreiche und belebte Unterhaltung gibt. Es ist doch gar keine Frage, daß Lessing unter allen Deutschen seinerzeit über das, was die Kunst betrifft, am klarsten gewesen, am schärfsten und zugleich am lieberalsten darüber gedacht und das Wesentliche, worauf es ankommt, am unverrücktesten ins Auge gefaßt hat.

b) Friedrich Hebbel: “Emilia Galotti” 1852
Es ist nicht das Werk eines dichterischen Genius und wird doch viel lieber gesehen als die beste Novität. Woher rührt das? Unseres Erachtens liegt der Grund in der unendlichen Harmonie von Stoff und Form, die es in unserer Literatur, wo diese Harmonie so selten ist, zu einer wahrhaft einzigen Erscheinung macht. Hinter jeder Szene, ja hinter jeder Rede steht Lessing selbst mit seinem klaren Auge, seinem hellen Blick, und weist die Ausstellungen, die wir machen möchten, lächelnd ab, bevor wir den Mund noch öffnen können.

c) Alfred Kerr: “Nathan der Weise” 1911
Lessing bleibt im äußeren Sinn ein hoher Zivilist. Ich habe den heiligen Eindruck wieder, wenn ich diesen Eindruck wieder, wenn ich diese Dichtung sehe: hier sind ein paar anständige Menschen; und rings um sie die Sintflut. G. E. Lessing ist ein unglaublicher Vorläufer ...
... Ja, nicht Eleganz des sittlichen Fühlens gibt seiner eigenen Zeit (und fernen Zeiten) dieser absonderlich wundersame Lausitzer; sondern jene still strahlende ... Anständigkeit. Einen Punkt, wo die mit dem letzten lächelnden Ernst festgehaltene Zuverlässigkeit zum Genie wird.

d) Johann Frerking: Lessings letztes Gesicht. 1925
Lessings letztes Gesicht bezeugt klar, mit ergreifender Eindringlichkeit, daß der Mann mehr war als alle seine Gaben, daß sein Beispiel noch über seinen Taten und Werken ist, daß große Beispiel eines den hellen Mächten Wahrheit, Klarheit, Menschlichkeit in reiner Leidenschaft dargebrachten Lebens --, jenes mächtige Beispiel, das die beiden Weimarer Xenien-Dichter fünfzehn Jahre später noch veranlaßt hat, mitten im Hick und Hack beißender Distichen in Ehrfurcht des Toten zu gedenken:
“Vormals im Leben ehrten wir Dich wie einen der Götter,
Nun Du tot bist, so herrscht über die Geister dein Geist.”
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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